Klimasan-S auf feuchte und salzbelastetem Mauerwerk

Auf feuchte und salzbelasteten Untergründen sind im Vergleich zum Sanierputz alternative Putzsysteme erfolgreich einsetzbar, wie z.B. der porenreiche Klimasan-S. Die Entscheidung für den Einsatz eines bewährten Sanierputzsystems nach WTA-Richtlinie 2-2-91 (WTA: Wissenschaftlich-Technische Arbeitsgemeinschaft für Bauwerkserhaltung und Denkmalpflege e.V.) ist oft nicht die bessere Lösung für die Sanierung eines feuchte- und salzbelastet Bauwerks.

Ursachen feuchte- und salzbelasteter Altbauten

Die Akkumulation von Feuchte und löslichen Salzen könnnen in Altbauten durch lange Standzeiten und ungünstige Baulagen (z.B. hohe Grundwasserführung) im Laufe von Jahrzehnten und Jahrhunderten zu erheblichen Feuchte und Salzschäden führen. Salze die in der Regel bauschädlich sind können Sulfate, Nitrate, Chloride und Karbonate von Natrium, Kalium, Magnesium und Calcium sein. Für die Herkunft von Feuchte und Salzen in Altbauten kommen verschiedene Quellen in Betracht.

Salze können zum Beispiel durch folgende Ursachen in den Baustoff gelangen:

  • Grundbelastung des Baustoffes, also durch den Herstellungsprozeß des Baustoffes alls Bestandteil des Bindemittels, des Zuschlages oder des Zusatzmittels.
  • Kapillartransporte durch aufsteigende Mauerfeuchte aus dem Baugrund.
  • Eintrag von Schadstoffen durch Umwelteinflüsse.
  • Verwendung ungeeigneter Materialien bei Sanierungsmaßnahmen.
Herkunft der Feuchte

Feuchte kann zum Beispiel durch folgende Ursachen in den Baustoff gelangen:

  • Aufsteigende oder eindringende Feuchte durch beispielsweise hohe Grundwasserführung fehlender vertikaler und horizontaler Abdichtung
  • Drückende Sicker- oder Hangwasser beziehungsweise Schlagregen, die durch beschädigte Bauteile (offene Poren, Risse oder Fugen) in die Wand eindringen
  • Feuchteanstieg durch Kondensation und Kapillarkondensation
  • Hygroskopische Feuchteaufnahme (Feuchteerhöhung durch die im Baustoff eingelagerten Salze).
Folgen feuchte- und salzbelasteter Altbauten

Salzschäden treten nicht nur durch das Vorhandensein von Salzen in Baumaterialien auf, sondern überwiegend durch deren Mobilität in Gegewart von Feuchtigkeit und dem damit verbundenen ständigen Wechsel von Kristallisation und Auflösung sowie Wasseranlagerung (Hydratation) und Wasserabgabe (Dehydratation). Durch eindringende Feuchte können Salze gelöst und mobilisiert werden. Zusätzliche Durchfeuchtung durch Kapillarität mit anschließender Verdunstung führt an der Mauerwerksoberfläche zu Salzanreicherungen. Wasseraufnahme aus der Umgebungsluft, das heißt hygroskopische Feuchteaufnahme sorgt dafür, dass die Feuchte im Mauerwerk ansteigt. Insbesondere Salze besitzen ausgeprägte hygroskopische Eigenschaften (Fähigkeit zur Feuchteeinlagerung), die in Extremfällen bis zur Feuchtesättigung im Baustoff führen kann. Dabei wird um so mehr Feuchtigkeit aufgenommen, je höher die Luftfeuchtigkeit und je höher der Versalzungsgrad ist. Salze tragen im durchfeuchteten Mauerwerk entscheidend dazu bei, dass die Feuchtigkeit und mit ihr der Schaden höher steigt als das Wasser die kapillar ohne Salze könnte.

Kapillaraktiver Sanierputz Klimasan-S, der homogene hochwärmedämmende Sanierputz, seit über 35 Jahren auf dem Markt.

Wassaufnahme WTA Sanierputzsystem

Klimasan-S ist nicht hydrophobiert.

Klimasan-S ist kein Opferputz.

Klimasan-S nimmt über den Zeitraum von ca. 400 h das 10-fache an Feuchtigkeit auf wie das übliche Sanierputze tun.

Klimasan-S ist ein Entfeuchtungsputz, der mit Materialien die unter der Bezeichnung WTA angeboten werden nichts zu tun hat. Während die Hersteller von diesen Putzen ausdrücklich betonen, dass ihre „Sanier-Putze“ die Bausubstanz nicht entfeuchten, also reine Oberflächenkosmetik erzielen, können wir garantieren, dass Klimasan-S eine Langzeit – Austrocknung selbst Feuchtigkeits belasteter Bausubstanz bewirkt. Eine Sanierung – also Gesundung feuchter Bausubstanz kann nur dann erfolgen, wenn eine effektive Austrocknung des Mauerwerkes gegeben ist – und zwar auf Dauer.

Klimasan-S in der Altbausanierung lässt nicht nur das verputzte Mauerwerk infolge echter Austrocknung gesunden, (kein Absperren der Wand, keine chemischen Reaktionen) sondern nimmt auch den üblen Modergeruch der in feuchten Gebäuden vorherrscht. Selbst starke Mauerausblühungen infolge Salzkonzentration, auch in landwirtschaftlichen Gebäuden, werden mit Klimasan-S zum nachhaltigen Verschwinden gebracht. Durch den ständigen Wechsel von Feuchtigkeit ansaugen und an der Oberfläche verdunsten – ein rein physikalischer Vorgang, der sich im Lauf der Zeit nicht erschöpft, bleibt im Inneren des Gebäudes ausreichend Luftfeuchtigkeit bestehen, ein Kriterium, das sowohl im Wohnbereich als z.B. für Sakralbauten und deren Interieur unerlässlich ist.

Die technische Funktion eines Putzes beziehungsweise Putzsystems besteht im wesentlichen darin, einen Witterungsschutz für den darunter liegenden Wandbildner zu übernehmen. Der von der Klimasan-Perlit GmbH entwickelte proenreiche  Klimasan-S ist im Gegensatz zum Sanierputzsystem nach WTA 2-2-91 hoch kapillaraktiv. Er erfüllt die Erwartungen an einen herkömmlichen Putz, besitzt aber gleichzeitig durch sein großes kapillaraktives Porensystem eine vorteilhafte Ausrüstung für schadsalzbelastetes Mauerwerk. Im Gegensatz zum Sanierputz wird die Feuchte im Mauerwerk wesentlich schneller an die Verdunstungsoberfläche transportiert. Eindringende Salze, die möglicherweise an der Oberfläche auskristallisieren, gefährden den Putz in seinem Bestand nicht und können trocken abgekehrt werden.