Putzträger dienen zur Verbesserung des Putzgrundes und gehören somit zum Putzgrund. Sie sollen,wie der Name es ausdrückt, den Putz tragen und einen dauerhaften Halt des Putzes sicherstellen. Dazu müssen sie nach Norm oder nach den Vorschriften der Hersteller
befestigt werden. Als Putzträger können z.B. metallische Putzträger, Holzwolle- und Holzwollemehrschicht-Platten nach DIN EN 68, Ziegeldrahtgewebe oder Rohrmatten verwendet werden. Während die Putzträger eine gewisse Eigensteifigkeit besitzen und den Putz tragen, haben Putzbewehrungen/-armierungen keine nennenswerte Eigensteifigkeit. Sie müssen jedoch eine hohe Zugfestigkeit aufweisen.
Putzbewehrungen/-armierungen sind Einlagen im Putz bzw. im Armierungsmörtel, z.B. aus Metall (Drahtgewebe), aus mineralischen Fasern (Glasfasergewebe) oder Kunststofffasern. Eine Putzbewehrung aus Glasfasergewebe wird üblicherweise als „Gewebeeinlage“ oder „Armierungsgewebe“ bezeichnet. Mit der Verwendung von Putzbewehrungen/-armierungen wird der Gefahr einer schädlichen Rissbildung erheblich entgegengewirkt. Auf bestehenden Putzen/Unterputzen (z.B. zur Überarbeitung bereits gerissener oder rissgefährdeter Putze) sollten Armierungsputze mit Armierungsgewebe eingesetzt werden. Putzbewehrungen/-armierungen können je nach Aufgabenstellung ganzflächig oder teilflächig eingesetzt werden. Sie müssen aus Werkstoffen bestehen, die ihre Eigenschaften insbesondere im Hinblick auf chemische und physikalische Einflüsse nicht nachteilig verändern sowie das Putzsystem nicht schädigen. Sie müssen über eine entsprechende Reißfestigkeit verfügen, und insbesondere Putzbewehrungen aus Glasfasergewebe müssen gegen alkalischen Angriff resistent sein. Putzbewehrungen/-armierungen sind daher auf den Putzgrund, die Putzart sowie die Zusammensetzung des Putzmörtels abzustimmen.